Konditionierung in der Schule?

Was haltet ihr von folgendem System? Wie gut/schlecht ist es, um Disziplin zu erreichen? Habt ihr (bessere) Vorschläge?

Premack-Prinzip: Dieses Prinzip besagt, daß Verhaltensweisen mit hoher Auftretenshäufigkeit als Verstärker für Verhaltensweisen mit niedriger Auftretenshäufigkeit verwendet werden können. Diese Möglichkeit erhöht die Anwendbarkeit der Prinzipien des operanten Konditionierens im Alltag. So ist z.B. das Verhalten "Auf den Spielplatz gehen" (hohe Präferenz zum Zeitpunkt X) als Verstärker geeignet für "Hausaufgaben machen" (niedrige Präferenz zum Zeitpunkt X).

Ein Lehrer, der zu seiner Klasse sagt: "Tobt euch meinetwegen zuerst einmal aus, danach konzentrieren wir uns auf Mathematik" handelt gegen dieses Prinzip, denn mit Austoben hätte er einen wirksamen Verstärker für das Lösen der Mathematikaufgaben gehabt.

Als Verstärker werden Aktivitäten genutzt, die Kinder oder Schüler ohnehin ausführen würden. Das Premack-Prinzip eröffnet dem Lehrer nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, um Aktivitäten zur Stärkung wünschenswerter Verhaltensweisen im Klassenzimmer zu benutzen. Dies wird jedoch häufig nicht erkannt.

SG


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